Verleimpressen – oft auch Rahmenpressen oder Leimpressen genannt – sind unverzichtbare Maschinen, wenn es darum geht, Holzwerkstücke mittels Leim und Druck fest und passgenau miteinander zu verbinden. Ob bei der Herstellung von Tür- und Fensterrahmen, dem Verleimen von Massivholzplatten oder dem Anleimen von Kanten: Eine geeignete Verleimpresse sorgt für gleichmäßigen Druck auf die Leimfuge und damit für stabile, hochwertige Verbindungen. Im Vergleich zur mühsamen Arbeit mit Schraubzwingen und provisorischen Spannvorrichtungen ermöglichen Verleimpressen schnellere Arbeitsabläufe und exaktere Ergebnisse – ein Gewinn für Handwerksbetriebe und Industrie gleichermaßen.
Rahmenpressen, Lochplattenpressen, Etagenpressen oder Verleimständer: Das Angebot an Verleimpresse-Typen ist vielfältig. Im Folgenden erfahren Sie, welche Varianten es gibt, wofür sie jeweils eingesetzt werden und welche Vorteile sie bieten. Darüber hinaus geben wir Hinweise, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Verleimpresse kaufen möchten, und beantworten häufige Fragen rund um Rahmen- und Leimpressen.
Verleimpresse kaufen - Einsatzzwecke
Eine Verleimpresse dient dazu, Holzlamellen, Rahmenhölzer oder ähnliche Werkstücke mithilfe von Leim und gleichmäßigem Druck zu festen Bauteilen zu verbinden. Typische Anwendungen sind zum Beispiel das Verleimen von Massivholzplatten (durch das Zusammenfügen mehrerer Bretter), das Herstellen von Rahmen für Türen und Fenster sowie das Anleimen von Kanten an Möbelteilen. Die Maschine besteht in der Regel aus einem stabilen Stahlrahmen als Grundgestell, festen Anschlägen (Widerlagern) und beweglichen Presselementen, die auf das Werkstück drücken. Durch die Presskraft werden die verleimten Teile bis zum Abbinden des Leims in der gewünschten Position gehalten, sodass eine formstabile Verbindung entsteht.
Der Begriff “Rahmenpresse” beschreibt dabei eine spezielle Untergruppe der Verleimpressen. Rahmenpressen sind primär darauf ausgelegt, rechtwinklige Werkstücke wie Fenster- oder Türrahmen aufzunehmen. Sie besitzen meistens feste Anschlagwinkel von 90° und verstellbare Druckbalken, um Rahmenkonstruktionen schnell und präzise zu spannen. Darüber hinaus gibt es jedoch auch flexibel einsetzbare Lochplatten-Verleimpressen mit gelochten Spannwänden sowie Etagenpressen mit mehreren übereinander angeordneten Press-Ebenen – auf diese Unterschiede gehen wir gleich näher ein.
Wie funktioniert eine Verleimpresse? Im Kern ersetzt eine Verleimpresse zahlreiche Schraubzwingen und vereinfacht den Verleimprozess enorm. Anstatt große Werkstücke umständlich mit Zwingen auf Böcken zu spannen, arbeitet man mit einer Verleimpresse meist vertikal in bequemer Höhe. Das Werkstück wird an Anschlägen ausgerichtet und durch Druckelemente (etwa hydraulische Spannzylinder oder Spindelspanner) gegen diese Anschläge gepresst. Moderne Pressen verfügen über Lochraster (typisch 50 mm oder 70 mm Abstand) zur freien Positionierung der Druckelemente, was eine hohe Flexibilität beim Einspannen ermöglicht. Der notwendige Pressdruck wird je nach Maschinentyp durch ein Zahnstangengetriebe, manuelle Hydraulik oder pneumatische bzw. elektrohydraulische Zylinder erzeugt, sodass über die gesamte Länge der Leimfuge ein gleichmäßiger Druck anliegt. Das Ergebnis sind verzugsfreie, stoßfeste Verleimungen, die eine deutlich höhere Präzision und Belastbarkeit aufweisen als von Hand verleimte Verbindungen.
Vorteile unserer Verleimpressen auf einen Blick
Statt große Holzbauteile mühsam mit Schraubzwingen zu verleimen, ermöglicht die vertikale Bauweise moderner Verleimpressen ein ergonomisches Arbeiten in optimaler Höhe. Gleichmäßig über die gesamte Fuge verteilter Druck führt zu besseren Ergebnissen als punktueller Schraubzwingen-Druck – die Präzision und Qualität der Werkstücke steigt, während die Gesundheit der Mitarbeiter geschont wird.
✅Ergonomisches Arbeiten:
Die meisten Verleimpressen sind so konstruiert, dass in aufrechter Körperhaltung auf angenehmer Arbeitshöhe gearbeitet werden kann. Das schont Rücken und Gelenke. Mitarbeiter müssen nicht mehr in gebückter Haltung Zwingen anziehen, sondern bedienen Hebel oder Hydrauliken in komfortabler Position. Oft sind Pressen zudem fahrbar oder flexibel aufstellbar, sodass sie je nach Arbeitsprozess optimal positioniert werden können.
✅Gleichmäßiger Pressdruck:
Durch die stabilen Rahmen und verteilten Druckpunkte gewährleistet eine Verleimpresse einen gleichmäßigen Anpressdruck über die gesamte Leimfuge. Das Ergebnis sind spaltfreie Verbindungen ohne Verwindung. Im Vergleich zur punktuellen Druckausübung mit einzelnen Zwingen führt der flächige, gleichmäßige Druck zu höherer Passgenauigkeit und stabileren, langlebigeren Verleimungen.
✅Höhere Produktivität:
Verleimpressen sparen Zeit und Aufwand. Mehrere Spannpunkte lassen sich mit einem Gerät gleichzeitig anziehen – das erspart das Ansetzen dutzender einzelner Zwingen. Zudem können einige Maschinen (z.B. Etagenpressen) mehrere Werkstücke parallel verleimen. So werden Durchlaufzeiten in der Fertigung deutlich verkürzt. Die einfache und schnelle Handhabung (z.B. per Fußpedal bei hydraulischen Pressen) sorgt für effiziente Arbeitsabläufe ohne lange Rüstzeiten.
✅Flexibilität und Vielseitigkeit:
Dank modularer Systeme passen sich Verleimpressen unterschiedlichen Aufgaben an. Durch verstellbare Anschläge und austauschbares Zubehör können mit einer einzigen Presse verschiedene Verleimaufgaben erledigt werden – von Rahmen über Platten bis hin zu Gehrungsverbindungen. Lochplattenpressen bieten ein rasterbasiertes Baukastensystem, bei dem Presselemente und Niederhalter genau dort positioniert werden, wo sie gebraucht werden. So lassen sich auch ausgefallene Werkstückformen wie Rundbögen oder schräge Konstruktionen zuverlässig spannen.
✅Hohe Presskräfte für Massivholz:
Besonders beim Verleimen von Massivholz (z.B. Leimholzplatten aus Eiche oder Buche) ist ein hoher, gleichmäßiger Druck entscheidend, um verzugsfreie Ergebnisse zu erzielen. Hydraulische Verleimsysteme erreichen Pressdrücke von oft über 1.000 kg pro Spannstelle. Mit speziellen Spannhydrauliken und Niederhaltern ist ein flächenbündiges Verleimen selbst dicker Hartholzbretter in kürzester Zeit möglich. So entstehen Tischplatten oder Treppenstufen aus Massivholz ohne sichtbare Fugen und Überzähne.
✅Qualität und Präzision:
Die robuste Stahlkonstruktion moderner Verleimpressen gewährleistet eine hohe Wiederholgenauigkeit. Einmal justiert, bleibt der Winkel exakt erhalten – wichtig etwa bei Rahmenverleimungen, damit später alles rechtwinklig ist. Professionelle Maschinen “Made in Germany” setzen auf präzise Fertigung: Bohrungen für Lochraster werden z.B. per Laser geschnitten, pulverbeschichtete Grundrahmen sorgen für Dauerhaftigkeit Das Ergebnis sind perfekte Winkel und bündige Flächen bei jeder Verleimung.
Typen von Verleimpressen und ihre Einsatzgebiete
In der Holztechnik haben sich verschiedene Bauarten von Verleimpressen etabliert, die jeweils bestimmte Anwendungen besonders gut abdecken. Im Folgenden ein Überblick:
Rahmenpressen
Rahmenpressen sind – wie der Name andeutet – speziell für das Verleimen von Rahmenkonstruktionen konzipiert. Typische Werkstücke sind Fensterrahmen, Türblätter, Bilderrahmen oder ähnliche rechteckige Konstruktionen. Eine klassische Rahmenpresse besitzt einen steifen Grundrahmen mit einem feststehenden Winkelanschlag (meist 90°) und mehreren verstellbaren Druckelementen, die von zwei Seiten (von oben/unten und seitlich) auf den eingespannten Rahmen wirken. Dadurch werden alle Ecken des Rahmens gleichmäßig zusammengepresst und exakt rechtwinklig gehalten.
Oft sind Rahmenpressen hydraulisch oder pneumatisch betrieben, um genügend Druck aufzubauen, denn insbesondere bei größeren Holzquerschnitten (z.B. Fensterkanteln) muss die Presse enorme Kräfte aufbringen können. So gibt es Modelle, bei denen pro Spannzylinder Presskräfte von bis zu 2.000 kg erzeugt werden. Moderne Rahmenpressen erlauben zudem meist ein schnelles Umrüsten auf unterschiedliche Rahmengrößen durch verschiebbare Zylinder oder Spannschienen mit Schnellspannern.
Ein besonderer Vorteil: Selbst schräge oder formfremde Rahmen (etwa trapezförmige Fenster oder Treppengeländerrahmen) lassen sich mit passenden Optionen spannen. Beispielsweise können in speziellen Rahmenpressen pendelnd gelagerte Widerlager eingesetzt werden, um auch nicht-rechtwinklige Werkstücke sicher zu verleimen.
Lochplattenpressen (Lochwandpressen)
Eine Lochplattenpresse (auch Lochwandpresse genannt) besitzt als zentrales Element eine senkrechte Spannwand aus dickem Stahlblech, die mit einem regelmäßigen Lochraster versehen ist (typischer Lochabstand 50 mm). In diese Löcher können Anschlagwinkel, Druckbalken, Spannzylinder und weitere Elemente schnell und variabel eingesteckt werden. Dadurch ist die Maschine extrem vielseitig: Man kann kleine und große Werkstücke, rechteckige Rahmen oder auch geschwungene Formen darauf fixieren.
Lochplattenpressen – wie z.B. das Modell BORA – werden oft als universelle Verleimpressen in Schreinereien eingesetzt. Man kann damit Türen, Zargen, Füllungen, Stollen, Treppenstufen oder Leimholzplatten gleichermaßen herstellen. Die massive, verwindungsfreie Stahlplatte dient als fester Rückhalt (Widerlager), gegen den von vorne die Presselemente drücken. Durch optionales Zubehör lässt sich die Funktionalität erweitern: Es gibt schwenkbare Presszylinder für Gehrungen, unterschiedlich geformte Anschläge und Eckwinkel, Niederhalter zum Anpressen von oben, etc.. Viele dieser Presselemente sind in Standardausführung hydraulisch mit Handhebel, können aber je nach Bedarf auch pneumatisch oder elektro-hydraulisch betrieben sein. Damit eignet sich eine Lochwandpresse sowohl für Einzelstücke (hohe Flexibilität beim Einrichten) als auch für die Kleinserie mit wechselnden Formaten.
Ein praktischer Aspekt ist zudem die Ergonomie: Meist kann die gesamte Spannwand bei solchen Pressen leicht geneigt oder gedreht werden, um das Auf- und Abspannen zu erleichtern. Einige Modelle erlauben eine horizontale Beschickung und lassen sich dann zum Verpressen vertikal stellen – so wird sowohl rückenschonendes Bestücken als auch platzsparendes Aushärten in Hochkant-Lage kombiniert.
Etagenpressen (Mehr-Ebenen-Pressen)
Als Etagenpresse bezeichnet man eine Verleimpresse, die mehrere Press-Ebenen übereinander besitzt – man könnte bildlich von einem „Regal“ aus Pressvorrichtungen sprechen. Jede Etage ist eine eigene Pressfläche, auf der ein Werkstück eingespannt und verleimt werden kann. Alle Ebenen können meist parallel geschlossen werden, sodass man mehrere Teile gleichzeitig verleimen kann. Diese Bauart wird in erster Linie dann eingesetzt, wenn es um hohe Stückzahlen oder um das Verpressen von flächigen Plattenmaterialien geht.
Typische Etagenpressen haben 3 bis 5 Ebenen (mitunter sogar bis zu 10 oder 15 bei industriellen Furnierpressen). In der Holzindustrie werden sie z.B. benutzt, um Spanplatten mit Furnier zu beschichten oder mehrere Leimholz-Platten in einem Durchgang herzustellen. Die Platten liegen dabei auf jeder Ebene zwischen Druckbalken oder Heizplatten übereinander angeordnet, was der Maschine den Namen gibt. Durch die parallele Fertigung mehrerer Teile verkürzen sich die Taktzeiten erheblich.
Auch im Möbelbau kommen Etagen-Verleimpressen zum Einsatz, etwa um Rahmen oder Korpusse in Serie zu verleimen. Ein Beispiel sind die KONTRA-Etagenpressen, bei denen drei oder mehr Ebenen einzeln klappbar und zugänglich sind. In jeder Lage befinden sich ausreichend Spannzylinder und Niederhalter, die je nach Werkstückdicke eingestellt werden können. Die Druckerzeugung erfolgt häufig pneumatisch-hydraulisch, um in allen Ebenen einen gleichmäßigen und schonenden Druckverlauf zu garantieren. Etagenpressen verfügen meist über kräftige Stahlrahmen in H-Bauweise, um die Last mehrerer gleichzeitig gedrückter Werkstücke verzugsfrei aufzunehmen.
Verleimständer
Als Verleimständer wird eine spezielle Form der Verleimpresse bezeichnet, die häufig als wandmontierte oder freistehende Spannvorrichtung ausgeführt ist. Man kann sie sich vorstellen wie ein hochkant aufgestelltes Gestell mit mehreren verstellbaren Spannleisten oder Spannrahmen. Verleimständer kommen oft in kleineren Werkstätten zum Einsatz, da sie platzsparend sind – sie können an der Wand befestigt oder auf Rollen als mobiles Gestell genutzt werden.
Ein Verleimständer besteht typischerweise aus zwei seitlichen Säulen mit Querträgern, an denen zahlreiche Spannstellen vorhanden sind. In der einfachsten mechanischen Variante sind das Reihen von Gewindespindeln oder Exzenterzwingen entlang des Gestells, mit denen man z.B. mehrere Bretter zu einer Platte verleimen kann. Professionelle Verleimständer sind hingegen häufig mit Handhydraulikspannern ausgestattet. So können gleichzeitig viele Punkte mit hohem Druck gespannt werden – einige Systeme erreichen pro Spannstelle bis zu 3.000 daN (ca. 3.000 kg) Druckkraft.
Ein großer Vorteil des Verleimständers ist die universelle Einsatzmöglichkeit: Er eignet sich etwa zum Verleimen von Massivholzplatten, für Rahmenkonstruktionen (mit optionalen Rahmenpress-Einsätzen) oder zum Kantenanleimen. Durch Schnellverschlüsse lässt sich die Größe der Spannflächen rasch anpassen. Manche Modelle erlauben eine beidseitige Beschickung, d.h. man kann Vorder- und Rückseite des Ständers beladen und so noch mehr Werkstücke parallel verleimen. Oft sind Verleimständer modular erweiterbar – z.B. kann man zusätzliche Spannrahmen, Niederhalter oder sogar ganze Rahmenpress-Einheiten nachrüsten. Dadurch bilden Verleimständer eine Brücke zwischen Einzelmaschine und flexiblem Baukastensystem für vielfältige Verleimaufgaben.
Verleimpressen: Einsatzbereiche in Handwerk und Industrie
Verleimpressen werden vor allem in der Holzbearbeitung und Möbelindustrie eingesetzt – überall dort, wo Holzbauteile fest miteinander verbunden werden müssen. Hier einige typische Einsatzbereiche:
- Möbelbau: Tischlereien und Möbelhersteller nutzen Verleimpressen zum Verleimen von Platten (für Tischplatten, Arbeitsplatten, Möbelfronten), zum Anbringen von Massivholzkanten an furnierten Platten sowie zum Verleimen von Gestellen und Rahmen (etwa Stuhlrahmen oder Schranktüren). Besonders bei hochwertigen Massivholzmöbeln sorgen Leimpressen für verzugsfreie, ebenmäßige Flächen ohne Versatz.
- Fenster- und Türenbau: Rahmenpressen sind im Fensterbau ein Muss, um verzugsfreie Fensterrahmen und Türblätter herzustellen. Durch die exakten 90°-Spannwinkel bleibt das Bauteil rechtwinklig, und die Presse hält die verleimten Ecken, bis der Leim ausgehärtet ist. Auch mehrflügelige Türen oder Sonderformen (Stichbogenfenster, Schrägfenster) können mit entsprechend justierbaren Pressen hergestellt werden.
- Treppenbau: Treppenstufen aus Holz werden häufig aus mehreren Holzlamellen verleimt, um genügend Breite zu erzielen. Hier kommen Massivholz-Verleimpressen oder Verleimständer zum Einsatz, die hohe Drücke aufbauen können. Beispielsweise kann man mit einer mehrstöckigen Presse (Etagenpresse) gleich einen Satz Stufen parallel verleimen. Spezialpressen erlauben sogar das Verleimen von gewendelten oder schrägen Stufen, indem die Anschläge entsprechend geneigt werden.
- Serienfertigung von Platten und Korpussen: In der industriellen Fertigung – etwa bei Herstellern von Leimholzplatten, Arbeitsplatten oder Korpuselementen – werden oft große hydraulische Mehrzweckpressen oder Durchlauf-Pressanlagen eingesetzt. Etagenpressen beschichten Spanplatten gleichzeitig auf mehreren Ebenen mit Laminat oder Furnier. Korpuspresse-Aufsätze ermöglichen das schnellen Verleimen von Schrankkorpussen in Serie, wobei alle Seiten gleichzeitig gespannt werden. Diese Anlagen sind oft teil- oder vollautomatisiert, um den Durchsatz zu erhöhen.
- Ambitionierte Hobbywerkstätten: Auch im fortgeschrittenen Heimwerkerbereich finden sich kleinere Verleimpressen oder Verleimständer. Für den gelegentlichen Gebrauch gibt es z.B. mechanische Rahmenpressen mit Spannbändern oder Eckspannern (für Bilderrahmen & Co.), oder preisgünstige Verleimständer mit Gewindespindeln. Diese erlauben es, DIY-Projekte in Möbelqualität umzusetzen – vom verleimten Schneidebrett bis zum selbstgebauten Fenster.
Kurz gesagt: Überall, wo Holzteile dauerhaft und präzise verleimt werden müssen, spielt die Verleimpresse ihre Stärken aus. Sie beschleunigt die Arbeit, erhöht die Qualität der Ergebnisse und ermöglicht teils erst die Herstellung komplexer Holzprodukte in wirtschaftlicher Weise.
Worauf sollte man beim Kauf einer Verleimpresse achten?
Wenn Sie eine Verleimpresse kaufen möchten, sollten Sie das Modell passend zu Ihren Anforderungen auswählen. Die folgenden Kriterien helfen bei der Entscheidungsfindung:
- Größe und Spannmaße: Überlegen Sie, welche maximalen Werkstückabmessungen in Ihrer Anwendung vorkommen. Die Presse muss groß genug sein, um diese aufzunehmen. Achten Sie auf das angegebene Nutzmaß (Breite × Höhe) der Maschine. Beispielsweise bietet Beck Maschinenbau Verleimpressen in verschiedenen Größen bis zu 4×2 m Spannfläche an. Für sehr lange Werkstücke oder viele Teile gleichzeitig sind eventuell doppelseitige oder erweiterbare Pressen sinnvol. Manche Hersteller liefern Pressen auch in Sonderlängen bis 10 m.
- Presskraft und System: Je nach Werkstück und Leimfuge benötigen Sie eine gewisse Anpresskraft. Für leichte Rahmen aus Weichholz kann ein manuelles Spannsystem (Zahnstange oder Spindel) ausreichen. Bei Massivholz oder großflächigen Verleimungen sind hydraulische oder pneumatische Systeme besser, da sie mühelos höhere Kräfte (oft 1–2 Tonnen und mehr) erzeugen. Prüfen Sie also, ob die Presse über Handhydraulik, Fußhydraulik, Pneumatik-Zylinder oder elektrische Pumpen verfügt und welche Druckleistung angegeben ist. Ein Anhaltspunkt: Ein Zahnstangengetriebe liefert z.B. ca. 1.000 kg Presskraft, während ein 2-stufiges Hydrauliksystem bis ~2.000 kg schafft.
- Bauart entsprechend Einsatz: Wählen Sie den Typ nach Ihren Hauptaufgaben. Für überwiegend Rahmen und Gehrungsverbindungen ist eine Rahmenpresse ideal. Benötigen Sie hingegen Universalität, ist eine Lochplattenpresse sinnvoll, da sie verschiedenste Formen spannen kann. Wollen Sie viele Platten herstellen oder in Serie fertigen, denken Sie über eine Etagenpresse nach. In kleinen Werkstätten mit wechselnden Aufgaben könnte ein modularer Verleimständer die flexibelste Lösung sein. Oft bieten Hersteller kombinierte Systeme an, z.B. Verleimständer mit optionaler Rahmenpress-Einrichtung.
- Ausstattung und Zubehör: Schauen Sie, welche Anschläge, Niederhalter und Presselemente im Standardumfang dabei sind und was optional erhältlich ist. Wichtig sind z.B. genügend Eckanschläge für rechtwinklige Rahmen, Distanzstücke für verschiedene Werkstückstärken, gegebenenfalls Heizschienen (falls Leim erhitzt werden soll) oder spezielle Auflagen für empfindliche Oberflächen. Ein umfangreiches Zubehörsortiment – wie es etwa Beck mit der LogDos-Leimauftragstechnik und diversen Spannaggregaten bietet – lässt kaum Wünsche offen. Überlegen Sie auch, ob die Presse fahrbar sein soll oder fest installiert. Mobile Pressen mit Rollen erhöhen die Flexibilität in der Werkstatt.
- Bedienung und Ergonomie: Benutzerfreundlichkeit ist ein großer Pluspunkt. Sind die Spannpunkte schnell verstellbar (Stichwort Schnellspannsystem)? Gibt es Fußpedale, damit man beide Hände frei hat zum Positionieren des Werkstücks? Ist ein Manometer vorhanden, um den Druck kontrolliert aufzubauen? Solche Features machen die Arbeit sicherer und einfacher. Auch eine Not-Aus-Einrichtung oder ein Sicherheitsventil gegen Überlastung sollten bei hydraulischen Pressen vorhanden sein.
- Verarbeitung und Qualität: Schließlich lohnt ein Blick auf die Robustheit: Ein vollverschweißter, verwindungssteifer Rahmen ist wichtig für die Langlebigkeit und Genauigkeit. Hochwertige Pressen sind meist pulverbeschichtet (Korrosionsschutz) und setzen auf wartungsarme Hydraulikkomponenten. Da Verleimpressen eine langfristige Investition sind, zahlt sich Qualität hier aus – die Maschine wird über Jahre zuverlässig ihren Dienst tun und präzise Ergebnisse liefern.
Wenn Sie all diese Aspekte berücksichtigen, finden Sie die passende Verleimpresse für Ihren Bedarf. Viele Hersteller, wie auch Reinhold Beck Maschinenbau, bieten eine unverbindliche Beratung an, um aus ihrem Produktprogramm das optimale Modell auszuwählen. So stellen Sie sicher, dass Ihre neue Presse genau zu Ihrer Werkstatt und Ihren Werkstücken passt.
Leimangabegeräte – die perfekte Ergänzung
Zu einer effizienten Verleimung gehört nicht nur das Pressen, sondern auch das Auftragen des Leims. Hier kommen Leimangabegeräte ins Spiel. Solche Systeme, wie z.B. die LOGDOS-Baureihe von Beck, ermöglichen ein schnelles, sauberes und gleichmäßiges Verteilen von Leim auf den Holzflächen.
Leimangabegeräte bestehen im Wesentlichen aus einem Leimbehälter und einer Auftragspistole oder Düse. Die LOGDOS-Geräte zeichnen sich durch hohe Wirtschaftlichkeit und universelle Einsatzmöglichkeiten aus. Es gibt unterschiedliche Behältergrößen sowie diverses Zubehör – vom speziellen Leimschlauch bis zur Auftragswalze – sodass für jeden Einsatz das Passende verfügbar ist. Ein besonderer Clou: Die Behälter speichern nicht nur die gewünschte Leimmenge, sondern auch Druckluftvolumen, womit der Auftrag unter Druck erfolgt. Dadurch sind diese Geräte autark und benötigen keine dauerhafte Verbindung zu einem Kompressor oder einer Druckluftleitung. Man kann also mit der Leimpistole einen großen Aktionsradius abdecken, ohne an Schläuche gebunden zu sein.
Für Sie bedeutet das: weniger Leimtropfen, gleichmäßige Leimfugen und eine Zeitersparnis beim Auftragen. In Kombination mit einer Verleimpresse bildet ein solches Leimangabegerät die Grundlage für einen reibungslosen Verleim-Prozess – vom Auftragen über das Pressen bis zum fertigen Bauteil.
Häufige Fragen zu Verleimpressen
Was ist eine Rahmenpresse?
Eine Rahmenpresse ist eine besondere Form der Verleimpresse, die speziell zum Verleimen von rechteckigen Rahmenkonstruktionen gedacht ist. In der Holzbranche versteht man darunter eine Presse, die z.B. Fensterrahmen oder Türrahmen in einem Arbeitsgang verleimen kann. Sie hat meist einen festen 90°-Winkelanschlag und Druckzylinder, die von zwei Seiten (horizontal und vertikal) gegen den Rahmen drücken, sodass alle vier Ecken gleichzeitig verleimt und im rechten Winkel gehalten werden. Rahmenpressen sind also ideal, um präzise Winkligkeit bei Rahmen und Zargen zu gewährleisten. (Anmerkung: In der Metallindustrie wird der Begriff mitunter auch für Pressen mit bestimmten Rahmenbauformen verwendet – siehe H- und C-Rahmenpresse – doch im Holzhandwerk meint Rahmenpresse primär die Verleimpresse für Holzrahmen.)
Was ist eine AC-Rahmenpresse?
Der Begriff AC-Rahmenpresse bezieht sich in der Regel auf Werkstattpressen der Marke AC Hydraulic. AC Hydraulic A/S ist ein dänischer Hersteller, der vor allem hydraulische Werkstattpressen (oft H-Rahmen-Bauart) anbietet, wie sie in Kfz-Werkstätten und der Industrie zum Einsatz kommen. Eine AC-Rahmenpresse ist also keine Holzbearbeitungsmaschine, sondern eine schwere Presse zum Ein- und Auspressen von Lagern, Biegen von Metall oder ähnlichen Arbeiten. Diese Pressen besitzen einen robusten, vollverschweißten Rahmen (daher Rahmenpresse) und arbeiten hydraulisch mit teils sehr hohen Presskräften (z.B. 40 Tonnen bei Modell P40H). Typische Merkmale sind ein breiter H-förmiger Grundrahmen für hohe Stabilität, ein seitlich verschiebbarer Presszylinder zur flexiblen Positionierung sowie Sicherheitsfeatures wie Überlastventile und Manometer. Kurz gesagt: Eine AC-Rahmenpresse ist eine industrielle Hydraulikpresse für Metallarbeiten – im Gegensatz zur holzverarbeitenden Verleimpresse, die mit vergleichsweise geringeren Kräften Holz zusammenfügt.
Was ist der Unterschied zwischen einer C-Rahmen- und einer H-Rahmenpresse?
Die Begriffe C-Rahmen und H-Rahmen beziehen sich auf die Bauform des Pressengestells, vor allem bei Metall- und Hydraulikpressen. Eine C-Rahmenpresse (auch C-Gestell-Presse) hat einen einseitig offenen Rahmen, der in seiner Form an den Buchstaben “C” erinnert. Das Werkstück kann von vorne in den offenen Rahmen eingelegt werden, was ein einfaches Bestücken ermöglicht. C-Rahmenpressen sind meist kompakter und erlauben Arbeiten an kleineren Teilen oder in beengten Platzverhältnissen – allerdings sind sie konstruktionsbedingt etwas weniger torsionssteif. Eine H-Rahmenpresse dagegen besitzt zwei seitliche Ständer und einen Querbalken oben, was optisch einem “H” ähnelt. Dieser geschlossene Vier-Säulen-Rahmen verleiht der Presse eine sehr hohe Stabilität. H-Rahmenpressen können daher größere Kräfte aufbringen, ohne dass sich der Rahmen verzieht. Im Vergleich: Die H-Bauweise ist ideal für schwere, große Werkstücke, während die C-Bauweise mehr Zugänglichkeit bietet, aber bei höchster Belastung etwas nachgeben kann. Zusammengefasst: C-Rahmenpressen sind flexibler bei der Werkstückhandhabung, H-Rahmenpressen sind stabiler und für höhere Pressdrücke ausgelegt.
Wofür wird eine H-Rahmenpresse verwendet?
H-Rahmenpressen kommen überall dort zum Einsatz, wo sehr hohe Presskräfte und absolute Stabilität gefragt sind. Typischerweise werden sie in der Metallbearbeitung und in schweren Industrieanwendungen genutzt. Beispiele: In Kfz-Werkstätten zum Auspressen von Achslagern oder Richtarbeiten an Rahmen; in der Luft- und Raumfahrtindustrie und dem Maschinenbau, um große Metallteile zu biegen, zu stanzen oder zu richten; in Schmiedebetrieben oder Gießereien zum Pressen und Kalibrieren von Werkstücken. Durch die stabile H-Rahmen-Konstruktion können solche Pressen tonnenschwere Kräfte
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